Ich bin Medienhandwerker, mit digitalen Werkzeugen, analogen Gedanken und dem Anspruch aus einer Idee etwas Greifbares zu machen.

Als Mediengestalter bin ich eine Art Handwerker, jedoch nicht auf die klassische Weise, wie man sich einen Handwerker vielleicht vorstellt: mit Werkzeug und vielleicht auch schmutziger Kleidung.
Nein, ich bin ein digitaler Handwerker mit analogen Anteilen. Wobei ich sagen muss, dass das Verhältnis zwischen digital und analog von Projekt zu Projekt verschieden ist. Der größte Teil meiner Arbeit findet am PC statt, wenn ich Ideen und Scribbles digital umsetze und vektorisiere. Dabei arbeite ich mit mehreren „Werkzeugen“. Während der Schreiner sein Werkstück mit der Säge, dem Hammer oder dem Schleifpapier bearbeitet, erstelle ich meine Layouts aus dem Zusammenspiel von Adobe Illustrator, InDesign und Photoshop.
Das Ergebnis ist am Ende ähnlich: Es wird etwas geschaffen, das einen Mehrwert bietet. Der Schreiner baut einen Schreibtisch, an dem später gearbeitet wird. Der Mediengestalter erstellt zum Beispiel einen Produktflyer für die Schreinerei oder eine Website, über die die Schreibtische des Schreiners verkauft werden.
Doch was passiert eigentlich alles, bevor ich mit der Umsetzung beginne und zum Beispiel in InDesign den Flyer erstelle?
Ich beginne damit, mir mit Stift und Papier Gedanken darüber zu machen, wie das fertige Endprodukt aussehen und welchen Zweck es erfüllen soll. Ich mache mir Gedanken über das passende Format, die Typografie und die Farben, die am besten passen, sofern diese nicht bereits durch das Corporate Design vorgegeben sind.
Ebenfalls ist es gerade bei Printprodukten unerlässlich, von Beginn an die Machbarkeit sowie die späteren Produktionskosten im Blick zu behalten. Das schönste Design nutzt nämlich nichts, wenn es im Druck oder bei der späteren Weiterbearbeitung nicht umsetzbar ist.
Zusammengefasst erstelle ich mir also, bevor ich an die Umsetzung am PC gehe, einen groben Bauplan für das, was ich später umsetzen möchte.
Als Mediengestalter hört man oft den Satz: „Mach doch mal eben schnell.“ So einfach ist das aber nicht. Das, was am Ende vielleicht einfach und selbstverständlich aussieht, bedarf im Vorfeld einer durchdachten und guten Planung, um am Ende ein Layout zu erstellen, das sowohl für den Kunden als auch für die jeweiligen Anforderungen passt.
Auch hier lässt sich wieder der Vergleich mit dem Handwerk ziehen. Der Vergleich ist vielleicht etwas hoch gegriffen, verdeutlicht es meiner Meinung nach aber ganz gut.
Wenn ich ein Haus bauen möchte, fange ich schließlich auch nicht einfach mal schnell an, draufloszubauen, nur um auf halber Strecke festzustellen, dass es so nicht funktionieren wird. Nein, ich mache mir im Vorfeld Gedanken: Wie soll das Haus am Ende aussehen? Was brauche ich alles dafür? Welche Schritte sind notwendig, um meinen Wunsch zu erreichen?
Genauso sehe ich meine Arbeit als Mediengestalter. Auch wenn am Ende vieles digital entsteht und ich dabei nicht mit Hammer und Säge arbeite, steckt hinter dem fertigen Produkt ein Plan, verschiedene Werkzeuge und vor allem jede Menge Überlegung, bevor überhaupt das erste fertige Layout entsteht.
Kompetenzen
Die Medien- und Marketingbranche steht nie still, und ich auch nicht. Neue Tools, neue Anforderungen, neue Sehgewohnheiten: Weiterbildung ist für mich kein Zusatz, sondern fester Teil meiner Arbeit. Nur wer dranbleibt, gestaltet Lösungen, die auch morgen noch überzeugen.

Mit diesen Tools arbeite ich
Illustrator, InDesign, Photoshop, Lightroom, CapCut, Stift und Notizbuch
Acrobat, Word, PowerPoint, Excel, Teams, Microsoft 365
Figma, CSS, HTML, Bootstrap Studio, WordPress, TYPO3, WooCommerce, Shopify

